Johannes J. Kronegger

Johannes J. Kronegger

Erste perkussive Erfahrungen auf den Kochtöpfen von Mutter Gertrude im Alter von 3 Jahren. Bei Tisch wurde stets mit Messer, Gabel
und Löffel auf Tellern Gläsern und dem Tisch selbst das frühe
Spiel verfeinert. Um dem ein Ende zu setzten wurde im Alter von 5
Jahren von Vater Franz ein Schlagzeug angeschafft. Diese Anschaffung
erweiterte zwar die Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks,
änderten die Situation bei Tisch jedoch kaum. 

Noch vor der Einschulung findet sich Herwig Stieger für den Schlagwerkunterricht. Eine neue Dimension von perkussiven Objekten eröffnet sich. Die neuen Reize sind von Beginn an faszinierend, die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt. 

Zeitsprung: 8 Jahre, etliche Vorspielabende, zwei
Übertrittsprüfungen und zahlreiche Musikseminare in Österreich
später siegt der Überdruss über Notationen, Literatur und
überhaupt über gezieltes Nachspielen bereits vorhandener Stücke.


Es folgen Musikprojekte unterschiedlichster Genres, von Blues über Jazz hin zu Classic Rock und Metal. Alle samt vereint das freie
Zusammenspiel. In dieser Zeit entstehen bereits erste Tonträger,
jedoch mit überschaubarem Echo aus der Hörerschaft. Im Alter von 17 Jahren wird es still im Elternhaus als auch in den Probenräumen. Das Erwachsenwerden und die damals damit verbundenen veränderten Interessen haben (vorerst) die Oberhand im Leben von Johannes J. Kronegger. 

Konzerte werden als Zuhörer besucht, über Musik wird
gesprochen, beinahe philosophiert. Die Differenzierung von Genres
wird immer wichtiger um sich zurechtzufinden, um sich selbst zu
finden. Zu dieser Zeit drängt sich eine unbeschreibliche innere
Leere in mein Leben. 

Erste elektronische Selbstversuche im dafür geschaffenen Studio schaffen Abhilfe. Es wird gesampelt, gemixt, geloopt und alles verworfen. Alles klingt leblos, lieblos, zu perfekt um zu berühren. Alles auf Anfang. 

Alles Neu, gänzlich neu. Zum ersten Mal berühren die Hände ein Gefäß aus Stahl mit Klängen so fein und magisch wie sie zuvor noch nicht dagewesen. Das Hang® (Berndeutsch: Hand) der Firma PANArt liegt im Schose eingebettet und erklingt betörend. Mit perkussiven Anschlägen werden zugleich samtweiche Melodien geschaffen. Die rohen Klänge der Vergangenheit verblassen und es stellt sich ein Gefühl der Ruhe, der Entspannung und Gelassenheit ein. 

Das Wohnzimmer wird als Bühne zu klein – Solokonzerte in fremden Wohnzimmern, Yogastudios und Bildungshäusern
schaffen den notwendigen Raum um konzentriert gehört zu werden. 2018 – die Geburtsstunde der Liegekonzerte. 
Seither das Motto: liegen, lauschen, loslassen. 

2021 findet das Soloprogramm der Liegekonzerte ein abruptes Ende – gemeinsam mit Joachim Grübler entsteht „untraditional“ kurz (untrad.). Das Klangspektrum erweitert sich um Flöten und Saxophone. Die Liegekonzerte sind zurück. 

Das Motto wie damals: liegen, lauschen, loslassen.